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Einmal quer durch die USA – oder wie Layher-Gerüste einen Canyon abstützen

Seinen Spitznamen erhält das Geschäftszentrum durch sein Äußeres – im wahrsten Sinne des Wortes: Das achtstöckige Gebäude wird von einem eindrucksvollen, freitragenden Dach in Stahl-Glas-Bauweise mit einer Gesamtfläche von circa 12.000 m² überspannt. Die verglaste und damitlichtdurchlässige, rautenförmige Stahl-Haut dringt dabei über Deckenöffnungenals eine Art Raumskulptur bis in die tieferen Ebenen des Gebäudes ein, wodurch die Einkaufslandschaft an einen Canyon erinnert.

Ein Volumen von mehr als 90.000 m³ hat das kombinierte Trag-, Schutz- und Arbeitsgerüst der Stadtlohner Gerüstbaufirma „Teupe & Söhne Gerüstbau GmbH“, das zur Errichtung des dreidimensionalen Stahl-Glasdachs aufgebaut wurde. Den Stahlbaumonteuren, Schweißern, Glasbauern und Brandschutzbeschichtern dient es als Schutz- und Arbeitsgerüst. Ein Gerüstbau, der nicht nur technisch, sondern auch zeitlich anspruchsvoll war und ist: Das Traggerüst für das Stahl-Glasdach musste zuerst millimetergenau an die vorgegebene, dreidimensionale Architektur angepasst werden. Anschließend wurden dort die Stahlteile in transportfähigen Abmessungen von bis zu 2,50 Meter Breite abgelegt und miteinander verschweißt. Sobald die Stahlkonstruktion freitragendwar, kam eine besondere Herausforderung: Beim Absenken des Traggerüsts mussten extrem hohe horizontale Lastumlagerungen beachtet werden, die Verformungen von bis zu zehn Zentimeter bewirkten.

Zu Erfassen galt es dabei auch die sukzessive Verglasung der Stahlkonstruktion, die aus Termingründen sowohl vor als auch nach dem Absenken des Traggerüsts ausgeführt wurde. Die auftretenden H-Lasten, die durch die größere Windangriffsfläche der 10° bis 90° geneigten Flächen desGlasdachs entstehen, müssen überwiegend durch die Gerüstkonstruktion selbstgetragen werden, da kaum Ankermöglichkeiten im Gebäude vorhanden sind. Im Einsatz hat die Firma Teupe das Layher Lehr- und das AllroundGerüst, welches durch sein umfassendes Teileprogramm grenzenlos in der Anwendung ist. „Auch im Hinblick auf Belastbarkeit, Passgenauigkeit sowie Montageschnelligkeit sind die Layher-Produkte für dieses außergewöhnliche Projekt bestens geeignet“, berichtet Geschäftsführer Josef Teupe.

Denn ein weiteres Mottokönnte hier „Timing ist alles“ heißen. Für einen Schnellstart übernahmen im Hause Teupe zwei Statiker und zwei CAD-Mitarbeiter die Gerüstplanung parallelzu den Gerüstbauarbeiten. So konnten genau 15 Arbeitstage nach Eingang der Anfrage die Gerüstbauarbeiten beginnen, für die seit Start am 30.04.2008 täglich 20 bis 40 Gerüstbauer in mehreren Schichten tätig sind. Auch die Materialanlieferung muss zeitlich exakt, das heißt „just in time“ terminiert sein, da in der Fußgängerzone, wo allein auf der „Zeil“ pro Stunde rund 14.000Menschen unterwegs sind, keine Lagermöglichkeiten vorhanden sind. Hier verlässt sich Teupe auf die Layher-Lieferfähigkeit. Das Material ist durch dieserienmäßige Fertigung mit großzügiger Lagerbevorratung permanent verfügbar und kann durch den schnellen Lieferservice kurzfristig zum Kunden oder direkt auf die Baustelle angeliefert werden. Und wenn es mal noch schneller gehen muss, steht für den sofortigen Bedarf ein flächendeckendes Netz an Niederlassungs- und Auslieferungslagern zur Verfügung. „Just in time“ war auch das Ende der Gerüstbauarbeiten geplant: Diese sollten bis zum Eröffnungstag des Einkaufszentrums am 26.02.2009 andauern.

Dann bietet die gläserne Dachlandschaft Besuchern nicht nur außergewöhnliche Ein- und Ausblicke auf alle Etagen, sondern auch auf die Nachbargebäude des „PalaisQuartier“. Dieses – auch in Europa bedeutende – Innenstadtprojekt hat eine abwechslungsreiche Architektur mit einer Mischung aus Neu und Alt: Neben dem futuristischen Einkaufszentrum gehören zum 1,7 Hektar großen Areal – mitten im Zentrum zwischen der Großen Eschenheimer Straße und der Einkaufsmeile Zeil – auch zwei Hochhäuser: Ein Büroturm von circa 135 Meter und ein Hotelturm von knapp 100 Meter Höhe. Und natürlich das nach historischem Vorbild rekonstruierte, barocke Thurn und Taxis Palais, das Namenspate für den Gesamtkomplex stand. Bis Herbst 2009 soll das gesamte, knapp eine Milliarde Euro teure „PalaisQuartier“ eröffnet sein und dann einen vielfältigen Angebotsmix bieten: Arbeiten, Einkaufen, Entspannen, Genießen und Wohnen. Und die Rechnung der Bauherren geht auf: Bereits 90 Prozent der insgesamt 90 Läden von „MyZeil“ seien vermietet, trotz einem Rekord-Quadratmeter-Preis von bis zu 485 Euro.


Für Anfragen der Fachpresse ist zuständig:

Frau Andrea Beisswenger
E-Mail Andrea.Beisswenger@layher.com
Telefon 0 71 35 / 70-0
Fax 0 71 35 / 7070-422

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