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Treppentürme für EM-Fußballstadien

Für den rückwärtigen Zugang und um die oberen Plätze im Notfall möglichst schnell evakuieren zu können, erhalten die zusätzlichen Ränge gesonderte Treppen. Mit Layher Treppentürmen wird die Erschließung der Stadienerweiterung an beiden Standorten gesichert. Nach der WM können die Treppentürme mit wenig Aufwand wieder demontiert und für andere Zwecke verwendet werden.

In Salzburg wurden 23 Treppentürme auf die Podesthöhe von 10,75 m geführt. Sie sind als 16-stielige Konstruktion für die Verkehrslast von 5,0 kN/m2 auf allen Ebenen ausgelegt. Die übliche Verankerung alle 4 m konnte hier nicht realisiert werden. Die Treppentürme werden ausschließlich am oberen Ende von einem Stahlbau-Horizontalverband gehalten, der gleichzeitig als Verbindungsbrücke vom Treppenturm zum Stadion dient.

In Innsbruck kam die 24-stielige Variante zum Einsatz. Acht der gegenläufigen Treppentürme führen hier zu einem Podest in 17,5 m Höhe und sind für eine Verkehrslast von 6,0 kN/m2 auf allen Ebenen dimensioniert. Die voneinander abweichenden Anforderungen bezüglich der Verkehrslast resultieren aus unterschiedlichen, regionalen Vorgaben. Bis zu drei der gegenläufigen Treppentürme wurden in Innsbruck zu einem riesigen Treppenkomplex zusammengeführt. Jeweils zwei Treppen winden sich um 180 Grad versetzt, spiralförmig ineinander nach oben. In diesem Fall stehen gleichzeitig sechs Treppen auf dem Platz von nur Dreien und gewährleisten, dass der hohe Andrang an Fans sicher von und zu den Rängen geleitet wird.

Als Besonderheit in Innsbruck ist die hohe Belastung auf die große Treppenbreite zu nennen. Die zulässigen Stiellasten würden in dieser Kombination bereits bei geringer Höhe überschritten werden. Deswegen ist der gesamte Treppenturm in drei Abschnitte unterteilt, wobei der jeweils höhere Teil keine Stiellasten an den unteren Teil überträgt. Eine 12 m hohe Stahlbaukonstruktion fängt die anteiligen Lasten ab und steift die freistehenden Türme aus.

Diese Hybridbauweise, bei der die Stiele in 12 und 6 m Höhe auf Stahlträgern stehen, während die Treppenläufe durchgängig ausgeführt sind, war eine Idee der technischen Abteilung von Layher. Kleine Kunstgriffe bei der Planung waren für die Realisierung innerhalb des engen Zeitplans von entscheidender Bedeutung und auch die geforderte lichte Höhe von 2,20 m konnte erst durch Layher Know-how sicher gestellt werden. Mit dem Einsatz dieses Wissens war die Produktion von Sonderbauteilen nicht erforderlich.

Dank den original Layher Gerüst Systemen, dem umfangreichen Know-how der Layher Spezialisten und nicht zuletzt mit der enormen, praktischen Erfahrung der Gerüstbauer, konnten diese außergewöhnlichen Anwendungen wirtschaftlich realisiert werden. Bleibt uns nur noch, Sportlern wie Fans eine stimmungsvolle und erfolgreiche EM zu wünschen.

Daten, Fakten und Zahlen
- Treppenlaufbreite Innsbruck 2,57
- Salzburg 2,07 m (Achsmaß)
- Montagedauer: Innsbruck 10, Salzburg 11 Tage
- Geländerlasten: 2,0 bzw 1,5 kN/m
- Verkehrslasten: 6,0 bzw. 5,0 KN/m2


Für Anfragen der Fachpresse ist zuständig:

Frau Andrea Beisswenger
E-Mail Andrea.Beisswenger@layher.com
Telefon 0 71 35 / 70-0
Fax 0 71 35 / 7070-422

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